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Sollte es wieder so sein wie letzte Woche? Der Himmel
hatte sämtliche Schleusen geöffnet. Als sich Roland, Waldemar und Gerd
fertig machten zur Wanderung in Richtung Naturfreundehaus. Der Roland hatte
sich mit einem Regenschirm, so groß wie ein Dreimannzelt bewaffnet.
Waldemar und Gerd hatten ihre Gummihosen angezogen. Wie Petrus das bemerkt
hat, dachte er sicher, die Drei kann ich diesmal nicht so einseifen wie
letzten Donnerstag. Darum hat er den Wasserhahn freundlicherweise etwas
gedrosselt.
Bei dem derzeitigen Wetter war es naheliegend, dass wir
auf die Sintflut und die Vermutungen darüber zu sprechen kamen. Die
wahrscheinlichste Meinung erscheint uns, dass vor der Eiszeit eine
Landbrücke zwischen Asien und Europa das Meer von einem tiefer liegenden
Süßwassersee trennte. An diesem See hatten sich Menschen angesiedelt. Als
dann die Eispanzer der Eiszeit abschmolzen stiegen die Weltmeere an. Durch
den Druck der Wassermassen brach der natürliche Damm. Dadurch entstand eine
gewaltige Flutwelle (d.h. Sintflut), welche die Siedlungen und mit ihnen die
dort lebenden Menschen vernichtete. Aus dem Süßwassersee entstand das
heutige Schwarze Meer.
Der Guido durfte die erste Kabinettssitzung unter seiner
Leitung führen. Für 20 Minuten hatte er seinen Kanzlerauftritt, da Merkel im
Urlaub ist. Da es nur um das Lateinamerikakonzept und den Führerschein mit
Siebzehn ging, konnte er nicht recht brillieren. Auch mit der von ihm
vorgetragenen Bilanz der Koalition konnte er keine Punkte sammeln.
Hoch erfreut waren wir als auch diesmal wieder der Otmar
im Naturfreundehaus sich zu uns gesellte. Als wir für nächsten Donnerstag
das Wanderziel Deizisau festlegten, versprach er, wenn es eben möglich ist,
dort zu uns zu stoßen. Auch war es selbstverständlich, dass wir sein Angebot
uns heim zu fahren wieder gerne annahmen.
GS |