Wein und
hervorragender Rostbraten, lockte uns? Alles klar! Der Besen in
Hegenlohe hat wieder geöffnet! Natürlich ist da das Ziel
vorprogrammiert. Unter dieser freudigen Erwartung machten sich Roland,
Jannis
und Gerd auf den Weg in Richtung Kirnbachtal. Aber schon am Ende der
Weinbergstrasse stoppten die Schritte. Eine hübsche, junge Dame mit
einem Schäferhund zog die Blicke auf sich. Als dann Gerd ganz locker die
junge Frau mit Lydia ansprach und den Hund streichelte, wurde die
Gelegenheit für einen kleinen Plausch, über den Hund, genutzt. Roland
bemerkte, das auf dem Halsbandgeschirr Polizei in roter Schrift
eingenäht war. Doch als er uns darauf aufmerksam machte, gefiel dies dem
Hund anscheinend gar nicht. Mit Bellen und Knurren tat er dies sehr
deutlich kund. Deshalb verabschiedeten wir uns auch bald. Mit forschen
Schritten, trotz Schnee und eisigem Wind, stapften wir voran. Was sich
als sehr kräftezehrend heraus stellte. Aber trotzdem wurde unterwegs nur
einmal eine kurze Pause eingelegt.
Außerdem
hielten die interessanten Gespräche uns davon ab, die erschlaffenden
Glieder zu beachten. Der
Jannis berichtete davon, dass er die
Erinnerungen seines Lebens schriftlich niederlegen will. Als Gerd
bemerkte, du willst also deine Memoiren schreiben, antwortete er,
bescheiden wie er nun mal ist: „dafür bin ich nicht groß genug.“
Sehr
wissenschaftlich wurde es als uns Roland die Pascalsche Formel erklärte.
Das pascalsche Dreieck ist eine in Form eines gleichschenkligen Dreiecks
geometrische Darstellung der Binomialkoeffizienten.
Sie
sind im Dreieck derart angeordnet, dass jeder Eintrag die Summe der zwei
darüberstehenden Einträge ist. Gerd und Janis haben zwar genickt. Roland
hat sofort mit seinem scharfen Verstand erkannt, die zwei wissen nicht,
wovon ich spreche. Daraufhin versuchte er anhand von ein paar Löchern im
Schnee die Formel zu erklären.
Ausgerechnet
denjenigen aus dem kühlen Norden hat man jetzt dazu verdonnert über so
ein heikles Thema zu berichten. Wo alle anderen aus weit südlicheren
Gefilden stammen. Aber auch wir Fischköpfe (ich habe mir sagen lassen
alles was von weiter nördlich als Stuttgart kommt ist ein Fischkopf)
haben Kinder, Bei unserer Generation war es so: Früher träumten Teenager
davon, Twennies hatten es. Heute erinnern sich viele von
uns nur noch daran. Was kann das bloß sein? Natürlich was war und ist
das größte Problem der älteren Generation? Offen über Sex zu reden. Aber
das stimmt nicht, heute sind die meisten darüber erhaben. Dank
Sexualkunde und der Pille sind die Hemmschwellen, über solche Themen zu
sprechen gottseidank gefallen. Langer Rede kurzer Sinn, irgendwie kamen
wir auf die Sterilisierung beim Mann zu sprechen. Da ich anderer Meinung
als die anderen war, musste ich mich jetzt schlau machen. Im Internet
habe ich nun folgendes gefunden:
In Deutschland lassen sich immer mehr Männer
sterilisieren. Im Jahr 2006 waren nach Angaben der Deutschen
Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe 2 Prozent der Männer im
zeugungsfähigen Alter sterilisiert - 1992 waren es nur 0,5 Prozent
gewesen. Die Männer ließen sich vorwiegend sterilisieren, um effektiv zu
verhüten. Bei der Sterilisation des Mannes (Vasektomie) durchtrennt der
Chirurg nur die Samenleiter, bei der Kastration dagegen werden die
gesamten Hoden entfernt.
Meist wird die Vasektomie ambulant in einer Arztpraxis
durchgeführt. Die Sterilisation selbst ist ein relativ einfacher
Eingriff. Die Rückseite des Hodensacks wird örtlich betäubt, die
Samenleiter
durchtrennt und die Enden verschlossen. Der kleine
Schnitt wird zum Schluss zugenäht. Der gesamte Eingriff dauert etwa 20
Minuten. Noch mehrere Monate nach der Operation können
befruchtungsfähige Spermien in der Samenflüssigkeit vorhanden sein. Sie
überleben beispielsweise in der Samenblase. Deshalb untersucht der Arzt
nach dem Eingriff mehrmals Proben des Ejakulats und überprüft den
Operationserfolg. Bis das Ejakulat frei von Spermien ist, müssen Paare
zusätzlich
verhüten.
Auch wenn mir
aufgetragen wurde, bei der nächsten Wanderung im Besen einen Vortrag mit
Folien und Anschauungsmaterial zu halten, hoffe ich, dass dieser Bericht
mich davor bewahrt.
Im Besen
angekommen begrüßte uns Inge dann mit "Hallo, da kommen meine Buben".
Natürlich galt ihre erste Frage nach dem Befinden unseres Otmars und ob
der Waldemar auch noch kommen würde. Als selbstverständlich wurde uns
dann sofort ein Krug Wein gebracht. Sie erzählte uns dann von ihrem
Urlaub in Mexico. Die Rundreise wäre ganz toll gewesen. Aber
anschließend im Hotel wären keine deutschsprachigen Gäste gewesen. Da
sie diesmal ganz alleine reiste, war das dann nicht so angenehm. Spontan
kam darauf hin das Angebot, wenn sie wieder mal allein reiset, solle sie
Bescheid geben. Die Muskeltiere würden sie begleiten. Dieses Angebot
wurde aber als zu gefährlich abgelehnt. Jedoch, wenn unsere Frauen auch
mit kommen würden, könne man das schon machen. Bald darauf erschien dann
auch der Dirk. Von dem wir natürlich auch herzlich begrüßt wurden.
Bleibt bloß
noch zu berichten, das unser Waldemar auch noch wie versprochen, zu uns
stieß. Nach dem wir uns den köstlichen Rostbraten haben schmecken
lassen, wurde es langsam wieder Zeit für den Heimweg. Der sich derart
gestaltete, das wir vom Waldemar bis vor die Haustür chauffiert wurden.