Wein aus
dem Remstal und der beste Rostbraten, was bedeutet das für uns?
Natürlich, der Besen in Hegenlohe hat wieder geöffnet. Die Zeit der
Entzugserscheinungen ist vorbei. Auch wenn die Zahl der Muskeltiere
diesmal „noch!!!“ auf zwei dezimiert ist, galt es, es kann kein
anderes Ziel geben. Also machten sich die beiden, den Lesern sicher
inzwischen bekannten aktiven Personen dieser Berichte, auf den Weg
in Richtung Reichenbachtal. Forschen Schrittes, ohne rechts und
links zuschauen (natürlich die Schönheiten am Wegesrand wurden mit
Ihren hervorstechenden Eigenschaften nicht ignoriert) ging es los.
Doch bald hieß es wollen wir heute alle Rekorde brechen? Aber nein,
das nächste Mal ist unser seit Mai Schaukelstuhl verwöhnter
Griechenlandurlauber wieder dabei. Darum müssen wir uns auf ein
gemächlicheres Tempo umstellen. Denn schließlich dürfen wir ihn beim
ersten Mal nach seiner langen Auszeit nicht gleich so arg
erschrecken. Als Alternative wäre natürlich auch eine Sänfte mit
mehreren hübschen Trägerinnen eine Lösung. Aber angesichts der
riesigen Staatsverschuldung, wissen wir nach der Wahl noch nicht was
Guido und Angie uns für Rechnungen
präsentieren werden. Darum ist diese Möglichkeit utopisch. Also
bleibt nur kleine Schritte vor oder auch mal ein Schritt zurück.
Aber
diesmal gab es noch nur Vorwärtsschritte. Auch als an der Brücke bei
der Bannmühle plötzlich ein Schild auf dem Weg stand: „Betreten
der Brücke verboten! Lebensgefahr!“ Nein, es wurde der Gefahr
getrotzt. Mutig ging es weiter und die Brücke hielt stand. Auf dem
weiteren Weg entdeckten wir, dass einige Veränderungen stattgefunden
hatten. So waren solide neue Bänke zum Ausruhen aufgestellt worden.
Auf der ersten Bank lachte uns einladend eine Flasche Bier entgegen.
Aber leider ohne Inhalt. Aber trotzdem haben wir ein Probesitzen
vorgenommen. Unser Urteil fiel positiv aus. Außerdem hat man in den
Bachläufen, vor den Rohrdurchflüssen, Wehre aus
Baumstämmen
errichtet, die das Treibgut zurückhalten sollen.

Den
Nussbäumen, kurz vor Thomashardt, galt unsere besondere
Aufmerksamkeit. War doch erst kürzlich durch die Presse gegangen,
dass die Walnussfruchtfliege an den Früchten große Schäden
anrichtet. Diese Fliege, die aus Nordamerika stammt, legt ihre Eier
in die grüne Schale der Nuss ab. Die sich entwickelnden Maden
ernähren sich aus dieser fleischigen Schale. Dadurch wird diese
schleimig und klebt an der Nussschale. Das bewirkt, dass die Schale
angegriffen und der Nusskern geschädigt wird. Obwohl nur vereinzelte
Nüsse gefunden wurden, konnte Roland anhand von Stichproben keine
Mängel feststellen.
Als wir
dann am Besen ankamen, wurden wir mit großem Hallo von der Inge
empfangen. Natürlich galt gleich ihre erste Frage nach den fehlenden
Muskeltieren. Obwohl bis auf ein Pärchen niemand anwesend war,
standen auf fast allen Tischen Reservierungskärtchen. Aber unser
Stammplatz war erst für 20:00 Uhr vorbestellt. Alsbald gesellte sich
unser Waldemar zu uns. Der diesmal ohne Schofför gekommen war. Nach
dem wir uns gestärkt hatten, lies er es sich nicht nehmen, uns
sicher nach Hause zu fahren.