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Tiefschwarze Wolken standen am Westhimmel, drohende Stimmung
um 13.00 Uhr. Wandern wir los? Oder wollen wir noch abwarten? Riskieren
wir´s, meinte Gerd. Aber die Haare standen ihm zu Berge, wie auf dem Bild
deutlich zu sehen ist!

So schlimm wie bei den Wahlen im Saarland und in Thüringen
wird es schon nicht werden, hoffte insgeheim der Roland. Aber dort war ja
aber die Farbe rot vorherrschend. Und die schwarze Wand zog auch recht
schnell ins Remstal ab und verschonte uns. Nur ein leichter Ausläufer ließ
uns ein paar Minuten unter einem rebenbedeckten Carport an der Bahnlinie
unterstehen. Durch diese Verzögerung kamen wir auch noch in den "Genuß" der
sich begegnenden Intercity-Züge, sonst wären wir schon im Kirnbachtal
verschwunden gewesen. Hat die Bahn ihren Fahrplan geändert? Oder sind wir
derzeit schneller unterwegs, überlegten wir? Vielleicht beides.
Die Wahlen in Sachsen, Saarland und Thüringen beschäftigten
uns unterwegs und machten uns Sorgen. Eine Fünf-Parteien-Landschaft macht
das Bilden von Regierungen erheblich schwerer. Die andauernden
Regierungskrisen im Vielparteien-Staat Italien in den vergangenen
Jahrzehnten kamen in Erinnerung. Kommt jetzt ein Strategiewechsel nach dem
schlechten Abschneiden der CDU, wurde die Merkel gefragt! Welch eine Frage?
Dazu müßte unsere derzeitige Bundeskanzlerin und CDU-Parteivorsitzende ja
erst mal eine Strategie haben. Wie die meisten Politiker redet sie viel,
dafür mit wenig Substanz. Dafür meist ganz geschickt. Aber ihre Politik
erinnert an Teflon. Nichts bleibt haften. Der Wille zum Machterhalt
dominiert. Abwrackprämie, Gesundheitsfond, Einmischung bei Opel - alles
faule Kompromisse.
Aber wir ließen uns den Tag nicht durch die Politik
verderben. Das schaffen unsere Politiker nicht. Wir werden trotzdem zur Wahl
gehen, auch wenn sich manche unserer Repräsentanten lieber ein anderes Volk
wählen würden.
Im Naturfreundehaus überraschten uns Waldemar mit seiner
Elsbeth und leisteten uns Gesellschaft. Leider muß Otmar in die Verlängerung
und kommt nicht so schnell nach Hause wie geplant, mußten wir vernehmen. Wir
alle drücken ihm die Daumen, daß er bald wieder unsere Muskeltier-Runde
bereichert.
Und Elsbeth ließ es sich nicht nehmen, die Muskeltiere
heimzuchauffieren.
RF |