Fünf ausgewachsenen Rehen bzw. Rehböcken begegnete die
Muskeltier-Kleingruppe auf dem Weg auf die Deizisauer Höhe. Seit unserem
letzten Rundkurs auf dieser Strecke sind sie ganz schön erwachsen geworden.
Allerdings hinter einem Gatter, kein Objekt für Jäger. Vom Rotwild kommt man
auch auf Schwarzwild. Wie in diesen Tagen zu lesen war, nimmt dies in
unserer Gegend gewaltig überhand, die Jäger kommen mit dem Schießen nicht
mehr nach. Und die Wildschweine vernichten zum Leidwesen vieler Bauern ganze
Ländereien. Und die Wildschweine vermehren sich erheblich stärker als die
Jäger - schöne Zeiten kommen auf uns zu. Die milden Winter sind wohl der
Grund, alle Frischlinge überleben und die Jäger gehen nicht ins Bett.
Wildschweinbraten soll ja für viele ein Leckerbissen sein, der Preis pro
Kilogramm liegt erheblich über Hausschwein und Rind. Da stimmt doch was
nicht! Grosses Angebot und hoher Preis! Ein niedriger Preis für
Wildschweinfleisch könnte die Nachfrage ankurbeln - oder ein Staatszuschuß à
la Abwrackprämie für Altautos. Darüber könnten die Berliner auch mal
nachdenken. Nicht nur unser Geld für Opel und Arcandor verschwenden. Alles
was die Berliner Sozialisten (auch die von der CDU) von Geld verstehen ist,
dass sie es von anderen haben wollen - insbesondere von uns Steuerzahlern
(frei nach Konrad Adenauer). Wenn es so weiter geht werden wir bald eine
neue Staatsflagge bekommen: Weisser (Pleite-) Geier auf weissem Grund.
Gleich auch das Zeichen für eine totale Kapitulation. Wir wissen ja -
Politiker sind wie Tauben: Sind sie am Boden, fressen sie einem aus der
Hand, sind sie oben, bescheissen sie dich.Aber
neben den aktuellen Themen beschäftigte uns auch die fernere Vergangenheit:
Arminius, der Cheruskerfürst, hat vor zweitausend Jahren die Römer
geschlagen und die Chinesen haben vor 20 Jahren ihr eigenes Volk geschlagen
- und das auf dem Platz des Himmlischen Friedens. So reflektierend war die
Wanderung recht kurzweilig.
Nebenbei haben wir noch eine neue Abkürzung probiert,
direkt nach dem Pythagorasweg. So kommen wir vielleicht schneller zu unsrem
Bier, dachten wir. Der Weg führte auch direkt zum Ziel, aber leider, leider
war das Hasenhaus geschlossen - wegen Urlaub. Gut, dass uns Waldemar, der
uns schon hinkutschiert hat, auch wieder uns abholen kam. So konnten wir das
Bier im Naturfreundehaus geniessen. |