Da nach
Pfingsten der Schurwaldbesen bis zum September geschlossen wird, stand
unser Wanderziel fest. Roland und Gerd hatten diesmal als Treffpunkt das
Schafhaus gewählt. Pünktlich um 13:00 Uhr gingen wir los. Das Thema
Staatshilfen war selbstverständlich, angesichts der Opel Verhandlungen,
der aktuelle Gesprächsstoff. Durch eine zusätzliche Forderung von 300
Millionen Euro von MG, ist das Spitzengespräch im Kanzleramt erst mal
geplatzt. Aber die Frage stellt sich, ist es überhaupt sinnvoll, dass
die Politik in solche Rettungsmaßnahmen einmischt. Man denke nur an den
Fall Holzmann. Dort hatte Bundeskanzler Schröder alle Register gezogen
um die Firma zu retten. Trotzdem ging einige Zeit später das Unternehmen
unter. Vor allem in der jetzigen Situation, wo sehr viele Betriebe
wackeln, kann der Staat doch nicht jedem eine Bürgschaft geben.
Roland
berichtete, von einer Sendung im Fernsehen mit Ranga Yogeshwar: In einem
Versuch wurden mehreren Personen die Hände mit einer angeblich
schmerzlindernden Salbe eingeschmiert. Anschließend wurde die Hände
einem Schmerz ausgesetzt. Die Versuchspersonen empfanden an den mit
Salbe behandelten Händen weniger Schmerz. Dieser sogenannte
Placeboeffekt ist doch eine verblüffende Angelegenheit. Da bekommt ein
Patient irgendein wirkungsloses Mittel verabreicht und schon empfindet
er eine Linderung der Krankheitssymptome.
Diesmal hatten
wir eine etwas langsamere Gangart wie bei der Wanderung zum Hasenhäusle
in Hochdorf gewählt. Als wir ankamen war unser Stammtisch schon für uns
reserviert. Dagmar servierte, nach der wie üblich netten Begrüßung, uns
einen Krug Wein. Da man vom Wandern ja nicht nur durstig wird, wurde die
Speisekarte anvisiert. Spargel mit allen Varianten sind im Angebot. Der
Roland ist aber nicht so ein Spargelfreund. Spargel mit einem kleinen
Rumpsteak wäre ja nicht schlecht, wenn man den Spargel weglässt. Alles
kein Problem. Als dann das kleine Rumpsteak kam, kündigte Dagmar es als
Freundschaftsrostbraten an. In der Tat lag auf dem Teller ein riesen
Trum Fleisch. Waldemar war inzwischen auch zu uns gestoßen. Er und Gerd
aßen Spargel mit Flädle. Auch diese Portionen hätten das Prädikat
Freundschaftsportion verdient. Nicht das die Portionen nur groß waren,
sie waren auch äußerst schmackhaft.
Waldemar
berichtete uns dann noch von seiner abenteuerlichen Ägypten Reise.
Bedauerlich war nur das unser lieber Wanderfreund Otmar nicht bei uns
sein konnte.
Inge und
Dagmar erzählten uns, dass sie jetzt erst mal Urlaub machen. Dagmar
fliegt außerdem im September mit Ihrem Mann nach Amerika, wo sie eine
große Erlebnisreise vor haben. Ausführlich schilderte Sie über die
Helikopterflüge, die mit eingeplant sind. Wir sind schon gespannt, was
sie uns hinterher berichtet.
Da Dirk nicht
anwesend war haben wir uns dann bis zum September von Inge und Dagmar
verabschiedet und Ihnen für Ihren Urlaub viel Vergnügen gewünscht.
GS