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Wie schon angekündigt war heute als Wanderziel
der Besen in Hegenlohe angesagt. Unser Otmar ist wegen einer Untersuchung im
Krankenhaus. Deshalb machten sich nur Roland, Joanis und Gerd auf den Weg.
Da das Wetter es wieder einmal gut mit uns meinte, kamen wir auf unserer
Route durchs Kirnbachtal auch gut voran. Der Joannis erzählte uns, er müsse
seine Lieblingshose unbedingt wegwerfen. Wieso den das, die sieht doch noch
ganz ordentlich aus? Bei seinem Osterspaziergang hat er das Portmonee
verloren. Es ist Ihm ja schon öfter aus der Gesäßtasche gerutscht. Aber
bisher hat er es stets bemerkt. Ausgerechnet hatte er zu dem Zeitpunkt auch
noch sehr viel Bares in der Geldbörse. Natürlich war auch kein ehrlicher
Finder in der Nähe. Unseren Verdacht von Räubern, Dieben oder anderen
Kriminellen wies er vehement zurück Aus diesem Grund muss jetzt die Hose
dran glauben.
Danach kamen wir auf das Thema Piraten. Aber
hallo, besteht da ein Zusammenhang? Nein, in unserem schönen Ländle doch
nicht. Hat vielleicht schon jemand was gehört oder gelesen von gekaperten
Schiffen auf dem Schwabenmeer? Es könnte aber sein, daß die Idee von einem
Cleverle stammt, dass der arme Pirat den Deutschen Staat verklagen soll. Was
war geschehen? Mohamed A. war am 11. März im Golf
von Aden von deutschen Marinesoldaten festgenommen worden, nachdem er mit
acht weiteren Männern versucht hatte, ein Containerschiff zu kapern. In
Kenia soll ihm der Prozess gemacht werden. An Bord des Kriegsschiffes wurden
sie während der Überführung neu eingekleidet und bekamen als Moslems
spezielle Verpflegung. Sogar zu den Gebetszeiten sollen die
Lautsprecherdurchsagen eingestellt worden sein. Wie man sich vorstellen
kann, wartete nach der Ankunft in Mombasa ein afrikanisches Gefängnis auf
die Gefangenen. Dort muss Mohamed A mit mehreren Gefangenen die Zelle
teilen. Außerdem haben die Zellen keine Türen sondern Gitter. Das Essen ist
sehr dürftig und vor allem ist er gegen seinen Glauben gezwungen
Schweinefleisch zu verzehren. Von den anderen unwürdigen Unannehmlichkeiten
ganz zu schweigen. Am 22. April soll in Kenia der Prozess gegen Mohamed A.
und seine Komplizen beginnen. Da ist nun die Idee seines Anwalts doch gar
nicht schlecht, wegen dieser "Missstände" die bösen Deutschen zu verklagen.
Vor allem, wenn das gelingt, kann man daraus ein risikoärmeres Geschäft als
die Piraterie machen.

In Hegenlohe
bekamen wir dann wie gewohnt unseren herrlichen saftigen Rostbraten und
süffigen Wein. Serviert und zubereitet von dem netten Team im
Schurwaldbesen. Auch ließ es sich unser liebes Muskeltier Waldemar wieder
nicht nehmen, dort zu uns zu stoßen und uns anschließend sicher nach Hause
zubringen.
GS |