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Dank Gerds Navi fanden wir den versteckten Parkplatz
in Dettingen ruck-zuck. Eine schöne Erfindung, wenn man von einer
angenehmen Frauenstimme so durch die Landschaft gelenkt wird. Wie
lange wird es wohl dauern, bis jeder 08/15-Wanderer auch mit Navi
herumspaziert? Sicher nur eine Frage der Zeit. Wir Muskeltiere
brauchen das aber nicht. Wir haben den Otmar, der stets die
richtige Route findet. So auch diesmal.
Die Weltpolitik konnte uns heute nicht viel anhaben.
Kurt Beck hat am Sonntag wütend den Bettel hingeschmissen. McCaine
hat eine hübsche Vizekandidatin ausgeguckt. Obamas Chancen sinken.
Monster-Wirbelstürme toben durch die Karibik und England ertrinkt in
heftigem Regen. Und siebter Jahrestag des islamitischen Angriffs auf
das World-Trade-Center. Aber heute war uns alles ziemlich wurscht. Es war viel zu
heiß, um ernsthafte Gespräche zu führen. Die Kehle trocknete aus.
Gottseidank war gleich am Anfang der Bürgerseen eine
Gartenwirtschaft, wo wir den größten Durst löschen konnten. Die
gutbesuchte Kneipe war zwar klein, aber die Auswahl war riesig. Jede
Menge Schilder mit den vielfältigsten Angeboten. Uns aber stand nur
der Kopf nach Oktoberfestbier. Wenn nur die Bedienung etwas flotter
gewesen wäre. Aber wir Arbeitslose haben ja Zeit, wie die
zahlreichen anderen Arbeitslosen, die hier herumlungerten - wie wir.

In den Bürgerseen tummelten sich neben Enten auch
eine beachtliche Anzahl von Badehosen und Bikinis. Und über den
Bürgerseen schwebten einige Kleinflugzeuge, die auf der nahen
Hahnweide Starten und Landen übten. Was war noch bemerkenswert? Jede
Menge Pilze im benachbarten Wald. Die Schindereiche, die Start und
Zielpunkt war: Über 500 Jahre alt, 30 Meter hoch und mit einem
Stammumfang von 5 Metern. Also 5 mal mehr als der durchschnittliche
Bauchumfang eines Muskeltieres. Aber wir sind ja auch nur einen
Bruchteil so lang wie die Eiche hoch.
Der Wirt vom Hasenheim freute sich über unser
Erscheinen in der sonst leeren Wirtschaft. Aber mittags, so meinte
er, war wieder der Teufel los. An die sechzig Tagesessen und dann
kamen noch die Einschüler zu Kaffe und Kuchen. Und die neue
Bedienung wurde von ihm belehrt, daß wir als gute Stammgäste ein
Schnitzel bekommen, auch wenn es noch vor 17.00 Uhr ist. Gut so! |