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Heute war Haugs Besen angesagt. Alle Muskeltiere waren
trotz Valentinstag mit von der Partie. Ein Muskeltier sagt, ich habe
meiner Frau heute einen Blumenstrauß mitgebracht. Erzähle das bloß nicht
meiner Frau, meint ein anderer. Für mich ist es sowieso immer das
Schlimmste, wenn ich irgendwo zu Besuch bin und es wird dann voller
Stolz gezeigt, was der Ehemann alles gemacht hat. Dann bekomme ich immer
zu hören, siehst Du, was der alles macht, und Du tust überhaupt nichts.
Wegen des herrlichen Sonnenscheins
führte heute der Weg nicht durchs Kirnbachtal, sondern oberhalb am
Waldrand entlang. Jedoch wurden wir wegen Baumfällarbeiten erst einmal
kurz gestoppt. Doch danach ging es dann zügig bergan. Dass die
Waldarbeiter sehr fleißig gewesen waren, sah man an den massenhaft
gefällten Bäumstämmen. Diese verführten uns dann auch zu einer Rast in
der Sonne.

Der Otmar wurde dazu verdonnert sich
einen Taktstock zu suchen. Unter seiner musikalischen Leitung stimmten
wir dann auch das schöne Lied „Wenn ich einmal reich wär“ an. Nach der
zweiten Zeile war schon Schluss, da uns der Text ausging. Aber das war
auch gut so, denn es raschelte verdächtig im Unterholz, so dass man das
Gefühl hatte, die Tiere verlassen fluchtartig den Wald.
Wenn Erdogan über Assimilierung der
Türken wettert, steht Angie daneben und macht ein nichts sagendes
Gesicht. Andere sagen, wer sich so äußert, gehört nicht in die EU.
Franco Frattini gibt daraufhin wieder was unser Wolfgang Schäuble
verlangt: Wer nicht zu der EU gehört muss mit verschärften Überwachungen
(Fingerabdruck, Einsatz von Satelliten und anderer moderner Technik) vor
der Einreise registriert werden. Hat er damit den Erdogan gemeint?
Am Schurwaldbesen angekommen konnte
man schon draußen hören, es ist viel Betrieb. Es waren zwei Busladungen
in das Lokal eingefallen und hatten ohne Rücksicht auch unsere Plätze in
Beschlag genommen. Doch der Dirk hat mit einer Runde Schnaps die
Muskeltiere dafür entschädigt. Also weiter zum Naturfreudenhaus. Dort
wird bei der Ankunft aus gerufen, Nummer 213 und 214 können die letzen
Schnitzel für heute abholen. Dafür kann man als Alternative
Beamtenschnitzel (für nicht Eingeweihte: Fleischkäse) bekommen. Na ja
man ist ja genügsam. Auf jeden Fall wird nächste Woche wieder ein neuer
Versuch zu Inge und Dirk gemacht. Vielleicht klappt es dann auch mit dem
schwäbischen Menü (ein Rostbraten und zwei Viertele).
GS |
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