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Während Jannis mittlerweile in der
Aegäis die Seele baumeln läßt und Waldemar die letzten Stunden am Roten
Meer genießt, machen sich verbliebenen drei Muskeltiere Gerd, Otmar und
Roland auf die Socken. Es gilt einen Geheimtip von Gerd in Deizisau zu
testen. Doch vor dem Genuß standen die Strapazen: Der Weg von
Reichenbach nach Deizisau war "steinig", das soll heißen immer in der
Nähe der vielbefahrenen B10 - laut und reich an Abgasen. Aber
abgehärtete Muskeltiere halten das aus. Es gibt nichts, was wir nicht
schaffen, sagte der Otmar, und wollte uns Mut zusprechen. Wenn nur nicht
auch noch die große Hitze mit 30 Grad im Schatten geherrscht hätte.
Ausgebrannt und ausgetrocknet erreichten wir ein Juwel in idyllischer
Lage am Waldrand von Deizisau. Von der großen Terrasse im Schatten
genossen wir den Ausblick übers Neckartal und schlürften das Weizenbier
bzw. das Radler. Ehrlich gesagt: mehrere davon - denn die heisse Luft am
heutigen Tag verlangte Tribut. Und da Essen und Trinken zu den drei
schönsten Dingen im Leben gehört, wurde auch die Speisekarte probiert:
Leckere Sachen zu zivilen Preisen - und das schon vor 17.00 Uhr. Der
Geheimtipp war ein Volltreffer. Da ist die Gastronomie in Reichenbach
Provinz dagegen. Aber das nächste Mal fahren wir direkt zum
"Hasenverein", wie das Haus bei den Einheimischen heißt", parken direkt
vor dem Haus und wer dann wandern will .......Möglichkeiten gibt es von
dort aus genug. Hitzebedingt
wurde heute erst nach erfolgter Kühlung und Nässung politisiert.
Eigentlich wollten wir lieber schweigen, aber dazu fehlten uns die
passenden Worte. Deshalb: Beck hat sich neue Vizes zugelegt, die Vogt
durch die linke Nahles ersetzt, die sicher mehr die Windmaschine dreht
als die alte, bzw. junge lahme Ente. Wenn ihr die anderen neuen Vizes
Steinbrück und Steinmeier dazu eine Chance lassen. Ob's dem Beck hilft ?
Nun - weiter sinken kann er nicht mehr. Also eine Rochade ohne Risiko.
Die Telekom Mitarbeiter sollen immer noch streiken - so
wurde dann gemutmaßt. Aber haben sie das nicht schon immer gemacht?
Früher verbeamtet oder im öffentlichen Dienst - verwöhnt mit 34 Stunden
wöchentlicher Arbeitszeit - das war halt eine schöne Hängematte. Aber
die Konkurrenz zeigt jetzt wo es lang geht und die Kunden laufen davon -
nur Verdi will nichts davon zur Kenntnis nehmen und läßt die Mitarbeiter
ihr Grab schaufeln. Und die Funktionäre machen sich dann rechtzeitig aus
dem Staub und schimpfen auf den Staat. Energisch, aber sinnlos. Ohne
wenn und laber.
Gesättigt und ??? ( wenn man genug
gegessen hat ist man satt - was ist man, wenn man genug getrunken hat?)
-- machten wir uns auf den Heimweg. War zwar lang aber angenehmer.
Diesmal auf einem schattigen Weg links der Fils. Gut, daß der Bus am
Bahnhof parat stand und Gerd und Roland den steilen Anstieg auf die
Rißhalde ersparte. |
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