Weil endlich das verrottete Geländer des Steges zum
Freibad saniert wird, führte der Weg nach Roßwälden heute über die
Saint-Savin-Brücke. Statt der erwarteten hornlosen Rinderherde nach
Weiler stießen wir auf eine unerwartete Vögel-Party. Auf den
Hochspannungsdrähten der ENBW saßen aufgereiht wie eine Perlenkette ca.
50 Staren und harrten der Dinge, die da kommen sollten:
Geburtstagsparty, Ausflug in den Umkreis oder eine Vögel-Demo?? Wir
wissen es nicht - obwohl Otmar mit Vögeln sonst auf Du und Du steht. Und
die Vögel-Sprache versteht wie kein anderer. Zumindest dachten wir das
seither.
Eine weitere Überraschung wartete im Waldweiher auf uns. Saß da doch
tatsächlich eine Wasserschildkröten im Wasser auf einem Ast und sonnte
sich. Leben sie also doch noch, unsere altbekannten Schnapper!
Im Ochsen wurde Waldemar wurde von einer älteren Damen
mit einem Kuß begrüßt. Er wehrte sich kaum und ertrug es tapfer. Wir
anderen wurden glücklicherweise verschont. Weder Karle noch Christian
waren heute da. "Die fragen oft nach euch", meinte der Wirt. Nun
vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Wir sind gespannt, was die
beiden so treiben. Der Wirt erzählte vom traditionellen
Ochsen-Jahresausflug in seine österreichische Heimat mit mit über 40
Gästen. Wobei es - unterwegs und am Ziel - nie mangelt an Eß- und
Trinkbarem. Vor allem letzteres scheint manchen Gästen das Wichtigste zu
sein. Die Muskeltiere bekamen als kleine Kompensation einen
Gratis-Obstler. So ein Zungenlöser brachte dann auf dem Heimweg auch
zutage, wie Zucker hergestellt wird. Gerd klärte uns auf: Klein Fritzle
hat seinen Lehrer in der Schule entsprechend korrigiert: Nicht in der
Zuckerfabrik sondern im Schlafzimmer! "Noch ein Zucker" sagte nämlich
seine Mama zu seinem Papa hinter der Schlafzimmertüre und ich wäre
gekommen. Wie der Lehrer darauf reagierte ist nicht überliefert. |
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