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Der Adelsberger See lockt die
Muskeltiere jedes Jahr - immer verbunden mit Grillen auf einem einsamen
Waldspielplatz. Doch mit Einsamkeit war es zunächst nichts. Drei
Schulklassen aus der Nähe mit einer Gastschulklasse aus Ungarn sorgten
für erhebliches Leben auf dem schönen Idyll. Aber immerhin konnten wir
noch einen der Holztische in Beschlag nehmen und unseren Rucksack
auspacken. Waldemar muß Hunger gehabt haben, denn kaum da und der Durst
noch nicht gestillt war er als erster schon beim Braten seiner Wurst.
Otmar war da etwas bedächtiger. Denn als alle ihre Würste genüßlich
verzehrt hatten und die Getränke zur Neige gingen, fand er nochmals eine
Wurst und fing nochmals mit Grillen an. Aber das war kein Thema, denn
jede "Arbeit" nimmt die Zeit in Anspruch, die zur Verfügung steht. Und
Donnerstag Mittags haben die Muskeltiere viel Zeit und sind gelassen,
stehen sie doch an diesem Tag nicht unter der Aufsicht ihres
(weiblichen) Managements.
Dafür konnten wir auch noch ein
Schwätzchen mit den Mietern der nahegelegenen Jagd-Hütte machen und die
mit Geweihen prall ausgestattete Unterkunft bewundern. 18 Jahre lang
soll darin ein Eremit gelebt haben. Ein Österreicher - und der war
angeblich verheiratet und seine Frau lebte die ganze Zeit in Österreich.
Was für ein Leben! Niemand in der Nähe, der einem das Bier aus dem
Keller holt, wenn die Kniee schmerzen. Das wäre nichts für die
zivilisierten Muskeltiere.
Auf dem Heimweg spürten wir die
Last, die vorher im Rucksack auf dem Rücken war auf der Vorderseite
unseres Körpers. Was uns behinderte schnell genug voranzukommen, denn im
Osten wurde der Himmel verdächtig dunkel. Sollen wir sicherheitshalber
in Adelberg einkehren? Die Mehrheit war dagegen, doch als die ersten
Tropfen fielen, kehrten wir schnell um und flüchteten in ein Restaurant.
Gerade noch rechtzeitig vor dem ersten Guß. Die Minderheit kam so doch
noch zu ihrem Willen und zu einem willkommenen Bier. Sollen wir ein
weiteres Bier trinken? Oder uns Zimmer für die Nacht in diesem
Etablissement nehmen? Hätten wir uns dafür entschieden, wären wir dem
folgenden Regen mit Blitz und Donner entkommen. So aber kamen auch in
diesen Genuß und erreichten etwas durchnäßt unser Auto im Tal. Was tut
man nicht alles für die in Sorge zu Hause wartenden Frauen. |
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