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Es gehört schon zur Tradition, daß die Muskeltiere im
März ihren Ausflug nach Bad Überkingen machen, um sich an der
Märzenbecherblüte zu erfreuen. Doch durch den langen Winter und das
späte Erwachen der Natur wurde die Wanderung diesmal in den April
verschoben.
Die Sonne lachte, als die vier Muskeltiere starteten. Der
Jannis befindet sich zurzeit auf Kreuzfahrt. Schnell und sicher brachte
uns der Waldemar
nach Bad Überkingen. Vom Parkplatz aus ging es diesmal erst in den Ort
hinein, um den Osterbrunnen, der am Ortseingang angekündigt wurde,
anzusehen. Viele bunte Ostereier, die aus ausgeblasenen Eiern bestehen,
waren dort zu Girlanden zusammen gebunden. Als Otmar mal probeweise
leicht gegen ein Ei klopfte, bekam er gleich einen Verweis von einem
Mitarbeiter des Verkehrsvereins.
Nun wurde es aber Zeit sich auf den Weg zu machen.
Bedingt durch den Abstecher zum Osterbrunnen wählten wir eine andere
Anfangsstrecke. Dieser Weg erwies sich jedoch als interessantere
Variante, da er durch die eigenartige Architektur verschiedener Villen
und diverser Wasserläufe für Gesprächsstoff sorgte. Der Aufstieg war
jedoch genauso steil wie bei der anderen Route. Als nach dem ersten
Anstieg wieder der bekannte Weg erreicht war, stellte sich heraus, der
Winter war noch nicht vorbei. Man hatte vom Tal aus schon erahnen
können, das Wetter vom Vortag hatte etlichen Schnee hinterlassen. So
stapften alle mühsam, ohne daß jemand jammerte (was ja sonst auf dieser
Strecke üblich ist), den steilen Hang hinauf. Oben am Kahlenstein
angekommen, öffnete dann der Waldemar seinen Rucksack und packte das
obligatorische Bier aus. Damit das Bier nicht so trocken herunter
gespült werden musste, zauberte der Otmar einen Flachmann aus seinem
Rucksack. So gestärkt marschierte man weiter. Aber wo waren die
Märzenbecher? Natürlich vor lauter Schnee keine Pflanzen zusehen. Von
acht Damen, die uns mit dem Ausruf "hier sind die Märzenbecher" anlocken
wollten, ließen wir uns aber nicht irritieren. Wie sich hinterher
herausstellte guckten tatsächlich vereinzelt die Blüten durch den Schnee
hervor.
Der
Schnee hatte bei dieser Wanderung ganz andere Reize für uns Wanderer
parat. An der Absprungschanze für Gleitschirmflieger blieben die
Versuche, Lawinen ins Tal zu lassen quasi im Pappschnee stecken. Auch
die anschließenden Bemühungen mit Schneebällen, die stecken gebliebenen
Schneewalzen wieder in Bewegung zu bringen, missglückten. Dafür regten
die Poabdrücke auf den Bänken am Aussichtshügel, zu diversen
Diskussionen an.
Die Besichtigung der Kirche in Türkheim wurde diesmal
ausgelassen und mit dem Abstieg sofort begonnen. Siehe da, je weiter man
hinab kam, umso mehr Märzenbecher konnte man bewundern.
Zum Abschluss der Wanderung fuhr der Audi vom Waldemar
wie von selbst nach Auendorf zum Gasthof Hirsch. Dort übernahm unter
sehr verhaltenem Protest der Roland die Bezahlung der Essen und
Getränke. |
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