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Eigentlich laufen die Wanderungen bei den Muskeltieren
fast immer
wie
geplant ab. Aber dieses Mal sollte es
anders sein. Der Jannis weilt in Griechenland, der Gerd hatte abgesagt
und den Roland hatte ein Virus erwischt (wir hoffen das dies nichts mit
Vögeln zu tun hat). Otmar und Waldemar haben daraufhin beschlossen, die
Wanderung ausfallen zulassen.
Doch dann hat der Gerd alles umgeworfen. Sein Termin
hatte sich verschoben. Obwohl er erst nach 12 Uhr Bescheid gegeben hat,
waren Otmar und Waldemar sofort bereit, die Wanderung anzutreten. Etwas
verspätet zwar, um 13:30 Uhr, war Treffpunkt beim Köhler.
Zu dritt marschierten wir los. Doch schon am Ortsende
stockte unser Schritt. Stand dort doch ein Entsorgungsfahrzeug, das
seinen Rüssel über das Brückengeländer in den Bach gehängt hatte. Die
Muskeltiere sind ja nicht neugierig, nein, sie wollen ja nur alles
wissen. Darum stockten erst mal die Schritte, und es wurde
gefachsimpelt: Wird dort etwas in den Bach eingelassen oder entnommen?
Da keine eindeutige Gewissheit bestand, ging der Otmar zu den beiden
Fahrzeugführen, um sich schlau zu machen. Sie erklärten, sie hätten
einen Regenkanal gereinigt und lassen jetzt nur das Wasser hier ab. Man
darf sich nichts Böses dabei denken, dass das Gerät in dem Moment
abgeschaltet wurde, als die Männer uns bemerkten.
Da der Otmar Probleme mit seinem Mail-Empfang hat,
sorgte dies erst mal für Gesprächsstoff. Auch der Streik im Öffentlichem
Dienst, so wie Geheimakten des BND über den Irak, Vogelgrippe, unser
besonderer Freund Bush so wie der gelungene Faschingsumzug in
Reichenbach waren Themen, die für reichliche Unterhaltung sorgten.
Der heftig aufkommende Schneefall sorgte dafür, dass
alle Reißverschlüsse zugezogen und die Kopfbedeckungen aufgesetzt
wurden. Trotzdem sahen bald alle wie wandelnde Schneemänner aus. Wie in
den letzten Berichten zu lesen war, hat jeder bis auf den Otmar bei der
Glätte schon die Schildkrötenposition eingenommen. Auch diesmal hat der
Gerd einige Ausfallschritte hingelegt, aber sich immer noch auf den
Beinen halten können. Doch plötzlich ganz unerwartet hat es den Otmar
erwischt. Gott sei Dank ist wieder nichts Ernstes passiert.
In Anbetracht der Schneeverhältnisse schlug der
Waldemar vor, dass wir den Besen rechts liegen lassen und durch das
Neubaugebiet zum Vereinsheim gehen. Obwohl die Sonne - kurz bevor das
Freudenhaus erreicht wurde - vom Himmel lachte, erwies sich diese
Entscheidung als richtig.
Auf dem Heimweg fegte ein eisiger Wind und der wieder
einsetzende Schneefall setzte den drei Wanderern heftig zu. Trotzdem
waren wir uns einig: Es war wieder ein schöner Nachmittag und die zwei
Verhinderten haben etwas versäumt.
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