Nachdem die Muskeltiere letzte Woche
eine Zwangspause einlegen mußten, um sich von dem Jahrhundert-Hagelwetter zu
erholen, die Wunden zu lecken und den Schaden zu begutachten, haben sie sich
dieses Mal mit dem
Hohenstaufen eine echte Herausforderung herausgesucht.
Nach kurzem Trip zum Wäscherschloss gingen wir "auf dem Strich" (rot und
blau) sowie mit "rotem Kreuz" steil bergan bis zur Burgruine. Wo die
Hüttenwirtin (und wir) nur so staunten, wie der Otmar einen halben Liter
Weizenhefe und einen dreiviertelliter süßen Sprudel als Radler in zwei
Halblitergläsern unterbrachte. Es ging. Und es schmeckte.
Die alten Ritter kannten schon die besten Plätze, um Burgen zu bauen, denn
der prächtige Rundblick auf unsere schöne Heimat entlohnte alle Mühen. Die
mußten damals natürlich die Felsbrocken nicht selber auf den Berg hoch
schleppen, da hatte man ja seine Knechte. Eine Tannenschonung passierend
wurde daran erinnert, dass manche Tannenbäume sich an Weihnachten so
verhalten wie heutzutage die jungen Mädchen: "Nach dem ersten Tag lassen sie
alles fallen". Es kommt eben auf die Sorte an! Was uns aber mehr
beschäftigte war Gerds phänomenales Computerproblem. Außer mehr oder weniger
Rätselraten konnten aber auch die anderen beiden Spezialisten nichts
brauchbares zur Lösung beisteuern. Jannis hätte gewußt, was zu machen ist
(Platte putzen!), aber auf dessen Rat müssen wir zur Zeit ja verzichten. Er
hat besseres zu tun auf Chalkidike.
Die Zwetschgen und die Nüsse am Wegesrand waren noch nicht reif genug - da
müssen wir später nochmals vorbei schauen - aber Otmar hat gute Äpfel
entdeckt und alle versorgt, was uns über die das Unwetter ankündigenden,
lästig rumschwirrenden Bremsen getröstet hat. Aber die Bremsen haben sich
getäuscht, wir kamen trockenen Fußes wieder nach Hause.

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