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Die Sonne strahlte prächtig vom Himmel. Kein Lüftchen war zu spüren, aber es
war auch nicht zu heiß. Also wieder mal ideales Wanderwetter. Mit dem
Auto gings nach Manolsweiler und dann marschierten die drei Muskeltiere
(Otmar, Waldemar, Roland) ab in Richtung Weinberge. Zuerst vorbei an
Baumwiesen, wo diverse Äpfel zu testen waren. Manche wären allerdings besser
für Obstwasser geeignet - da schluckt es sich leichter runter. Hinter dem
Saffrichhof - einem Jugendheim, das aufgrund der schönen Aussichtslage auch
als Seniorenheim gute Dienste täte - tat sich ein wunderbarer Blick auf ins
Remstal, von Winterbach bis Schorndorf und darüber hinaus. Weinberge soweit
das Auge blicken konnte!
Wenn man an den Wein denkt, der hier reift, läuft
einem das Wasser im Munde zusammen. Ein schöner Panoramaweg brachte uns zu
den "Drei Riesen", großen Findlingen, die anläßlich der Reblandumlegung in
den siebziger Jahren hier postiert wurden. Ein netter Aussichtspunkt mit
Tischen und Sitzplätzen. Teilweise belegt von einer Rentnergang, die sich
bequem von einem Partyservice bewirten ließ. Originalton: "Weil mir nix me
schaffet, müsse mirs ons gut gehe lassa !" Wenn nur die Ameisen nicht
gewesen wären. Das Motto gefiel auch den Muskeltieren, aber zu viel
Bequemlichkeit läßt einen
einrosten. Das ist nichts für uns. Und nach einer zünftigen Wanderung
schmeckt alles einfach besser.
Dann kam für die drei Muskeltiere der lange Abstieg mitten durch die
riesigen Beutelsbacher Weinberge, durch den Trollingerweg und den
Rieslingweg, bis ins Herz von Beutelsbach, dem Gasthof Löwen. Nachdem wir den
Trauben (vor allem "blauen Trollingern") an den üppig tragenden Reben schon
reiflich zugesprochen hatten und angesichts des langen Heimwegs entschieden
wir uns nicht für ein Viertele, sondern für ein kühles Bier. Was auch gut
mundete.
Preisgünstigen Rostbraten gibts in dem Löwen auch, allerdings erst
ab 18.00 Uhr. Solange wollten wir nicht warten - dann kommen lieber wir ein
andermal wieder. Außerdem war unser Rostbraten-Profi, der Jannis, nicht
dabei. Und wir wollten ihm nicht antun, seine Leib- und Magenspeise
ohne ihn zu geniessen.
Den Weg heimwärts - logischerweise ein langer Aufstieg, der durch die
Schnaiter Weinberge führte -
haben wir irgendwie auch wieder geschafft und waren dann auch ziemlich
geschafft. Müde plumpsten wir ins Auto. Bis zum nächsten Mittwoch sind wir
wieder fit.
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