Schonung war angesagt. Ein Rekordsommer mit
wochenlanger Hitze mit weit über 30 Grad kann auch muntere Muskeltiere müde
machen. So wurde diesmal nur eine kurze Tour ins Auge gefaßt. Viel Schatten
sollte unterwegs sein und das Ziel eine Station, wo die
Flüssigkeitsaufnahme gesichert war. Also das nahe Naturfreudenhaus war da
genau richtig. Diesmal waren wieder alle außer Jannis mit von der Partie.
Nachdem kurz vor Abmarsch noch ein lang herbeigesehnter, heftiger - aber
viel zu kurzer - Regenguß für eine Überraschung sorgte, waren alle
vorsichtshalber mit Regenschirmen bewaffnet - die aber (leider) nicht
benötigt wurden. Gegen die Schwüle konnten sie nichts ausrichten. Die
Diskussionen unterwegs drehten sich diesmal um die verschiedensten Themen -
so z.B. die Folgen des Hagelunwetters, das bei allen sichtbare (und teure)
Spuren hinterlassen hat, an deren Beseitigung immer noch immer heftig
gearbeitet werden muß. Aber auch die Regierung und die Krankenkassen bekamen
wieder ihr Fett ab. So richtig gestritten wurde aber nicht, dazu war es zu
heiss und schließlich wissen die Muskeltiere auch, wo es sich lohnt,
Gehirnschmalz einzusetzen und wo es vergeblich ist. Waldemar sieht nach dem
längst fälligen, jetzt vollzogenen Mieterwechsel deutlich entspannter aus.
Hoffen wir, dass seine neuen Mieter ihn nicht so strapazieren wie die alten.
Schließlich braucht er seine Kraft für seine immer intensiver werdendes
Engagement bei seinem Nebenjob. Die Muskeltiere werden aber aufpassen,
dass er nicht aus dem Rentnerdasein abrutscht und in der Arbeit untergeht.
Wie haben wir schon einmal zutreffend festgestellt: Man muß schon höllisch
aufpassen, dass man sich mit Arbeit nicht den ganzen Tag versaut.
Auf das typische schwäbische 5 Gänge Menue - "Rostbraten und vier Viertele"
- haben wir diesmal verzichtet und unseren Durst mit Hefeweizen gelöscht.
Aber zumindest haben wir verschiedene künftige Wanderziele diskutiert, wo es
habhaftes zum Naschen gibt. Mal sehen, wo die nächste Tour hinführt.
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