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Gerd hatte dankenswerterweise alles organisiert: Punkt 9.30 Uhr
traten alle fünf Muskeltiere sowie
zwei unserer Damen bei der Hauptpforte in Altbach an und waren gierig,
etwas über Gerds alte Wirkungsstätte zu erfahren. Schließlich
dachten wir bisher, der Strom käme aus der Steckdose! Bereits
1899 hatte Heinrich Mayer an dieser Stelle ein Wasserkraftwerk erbaut -
heute allerdings steht dort eine imponierende Anlage, die halb
Baden-Württemberg mit Energie versorgt.
Zunächst bekamen wir im eindrucksvollen
Demo- und Experimentierraum Informationen, die eine optimale Grundlage
für die spätere Besichtung waren. Danach gings behelmt und mit
Kopfhörern versehen zur Sache. Wir waren mächtig beeindruckt von den
Ausmaßen des Kühlturms mit seinen gigantischen Ventilatoren, dem
riesigen Kesselhaus (mit 80 Meter hohem Kessel, der wegen der Ausdehnung
bei der
Hitze
an massiven Trägern aufgehängt ist) sowie den 250 Meter hohen
Schornsteinen. Jannis hatte Bedenken, ob wegen der extrem hohen
Umweltauflagen das Kraftwerk mit ausländischen Kraftwerken
wettbewerbsfähig ist - aber die Antwort war etwas verschwommen. Egal,
wir wissen, dass das nicht der Fall ist.
Wer hätte gedacht, dass ein E-Werk auch Gips "produziert", dass die
Grobasche für den Strassenbau ein wichtiger Bestandteil ist und die
Flugasche von den Zementwerken gebraucht wird. Alles wird verwertet.
Interessant war auch die Fahrt mit dem Aufzug auf das hohe Kesselhaus,
von dem aus wir einen weiten Blick ins Neckartal und bis zur Alb hatten.
Zum Abschluß konnten wir einen Blick in die imposante Schaltzentrale
werfen, von wo aus alles gesteuert und überwacht wird.
Ohne Frage - nach drei Stunden intensiver Führung und Besichtigung
wußten wir woher der Strom kommt. Auch Muskeltiere lernen
nie aus. Mal sehen, wo unsere nächste Bildungstour hinführt.
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