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Die Entscheidung, wieder mal von Hepsisau aus das
Zipfelbachtal hinaufzuklettern, erwies sich bei dem heissen Wetter als
goldrichtig. Die gefühlte Temperatur am wasserreichen Bach im
Baumschatten war sehr angenehm, im Gegensatz zu der prallen Sonne auf
der Hochfläche des Randecker Maars. Gut, dass Waldemar uns wieder mit
einem kühlen Sprudel zur rechten Zeit versorgt hat. Denn das
Otto-Hochmeister-Haus verschmähen wir grundsätzlich, seit uns eine
Bedienung vor einiger Zeit im eigenen Saft zu lange schmoren ließ. Mit
ein paar schmutzigen Bemerkungen ließen wir es links bzw. rechts am
Wegrand liegen und peilten zielgenau das Rössle in Ochsenwang an, das
uns bislang nicht enttäuschte. Auch heute nicht. Mehr als die in diesem
Monat angebotenen Sondergerichte "rund um den Hammel"
interessierte uns aber ein kühles Bier. Beziehungsweise zwei. Politische
Auseinandersetzungen blieben heute auf Sparflamme, denn in Zeiten der
Wahlpropaganda werden wir derzeit richtig überflutet. Bis zum Brechreiz.
Bei manchen Politikern sieht man deutlich, dass sie sich von Fakten
nicht irritieren lassen. Und der zur Schau getragene Optimismus mancher
dieser Spezies bei Rot, Schwarz und Grün rührt offensichtlich nur aus
einem Mangel an Informationen und Ehrlichkeit. Sie reden und reden, bis
ihnen manchmal etwas einfällt oder auch nicht. Lieber reden als
arbeiten, denn sonst verliert man die Übersicht - so scheint derzeit das
Motto. Wir können uns drehen und wenden, wie wir
wollen, der Arsch bleibt immer hinten. Und in ein paar Tagen können wir
wählen, was wir wollen. Wir werden es bereuen. Um 17.00 Uhr wählten wir
den Abstieg vom Randecker Maar hinunter nach Hepsisau. Der war so steil,
dass wir uns wie Bergziegen verhalten mußten. Ob das auch einigen
Politikern bevorsteht - noch wissen wir es nicht. Denn die neuesten
Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Schön, wenn man wieder heimkehren kann zu einer Frau,
die man fürs Leben gefunden hat. Noch schöner ist natürlich, wenn man
ein paar mehr kennt. Solange die nicht politisieren.
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