Gerd konnte dieses mal nicht dabei sein - und er wird es
sicher bedauern, die kurzweilige
9 km-Wanderung versäumt zu
haben. Also ging's nur zu Dritt los beim
Kloster Lorch in den
Schwäbisch-Fränkischen Wald hinein. Unterwegs kamen Zweifel auf, ob in
der dafür berühmten Schelmenklinge wieder Wasserräder, Mühlen und andere wassergetriebene Apparate aufgebaut sind. Früher war das eine besondere
Attraktion, jedoch bei unserem letzten Besuch am
9. April 2003 war davon nichts zu
sehen. "Die gibt's erst ab Mai", sagte damals ein Einheimischer. Aber
bei einem Starkregen vor einiger Zeit mit entsprechenden talwärts tosenden
Wassermassen wurde viel zerstört. Nun, wir hatten Glück. Ca. 15 bis 20
mit viel Liebe und ingenieurmäßigem Geschick hergerichtete "Geräte"
konnten wir bewundern. Alle trieben irgendetwas an: z.B. ein Sägewerk,
eine Windmühle, ein Hammerwerk, einen Angler.
So wurde der steile Anstieg in der Schelmenklinge um 150 Höhenmeter
spielend bewältigt.
Weiter ging's über Bruck, vorbei an der tief in einer Schlucht liegenden
Schillergrotte bis zurück zum Parkplatz. Auf berühmten Wegen - dem
Herman-Löns-Weg und dem Limeswanderweg. Vor 1700 Jahren haben hier noch
die alten Römer patroulliert, mit der Furcht vor Angriffen der gefürchteten
Germanen
auf das
Römische Reich. Wir sind aber keinem begegnet, nicht einmal
einem der zahlreichen hier seßhaft gewordenen Nachfahren. Überhaupt waren
wenige Wanderer unterwegs in dieser abgeschiedenen Gegend.
Die zu befürchtende grosse Koalition hat uns nicht zu besonderen
politischen Diskussionen angeregt, schon eher der Dummschwätzer Stoiber
mit seinen neuesten Attacken. Aber unsere Kommentare dazu sind nicht
druckreif."Wir könnten doch mal wieder Essen
gehen", schlug einer vor. "Tun wir doch immer", war die Antwort.
"Ja, aber mal wieder mit unseren Flammen!" "Was mit unseren
Sparflammen?? meinte der dritte. Nur gut, dass unsere besseren Hälften
das nicht gehört haben.
Limes-Infos
(dort links auf LIMES klicken)
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