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Es ist höchste Zeit, dass wir nach dem Christian, unseren
Kneipenbekannten vom Ochsen in Rosswälden, sehen. Seitdem er Ende 2004
seinen Führerschein auf dem Promille-Altar opfern musste, haben wir
uns nicht mehr gesehen.
Der matschige Schnee auf dem Wanderweg erschwerte erheblich das
Vorwärtskommen. Da zudem manche Muskeltiere grippebedingt etwas lahmten,
nahmen wir den kürzesten Weg von ca. 11 Kilometern. Schnaufend und
keuchend ereichten wir endlich den Ochsen, um ein erneutes Waterloo zu
erleben. Wegen Familien-Feierlichkeiten ist der Ochsen heute
geschlossen, stand auf dem Zettel. Und jetzt? Kein Christian, kein
Weizenbier mit Leberkäse und kein Muskeltier kennt die nächste
Wirtschaft. Wir gehen zum „Haarschlotzer“ nach Reichenbach zurück.
Ein Schlüsselbund lag auf der Strasse, vor einer Garageneinfahrt. Das
Klingeln an der Haustür war erfolglos. Wir legten die Fundsache vor der
Tür und gingen weiter. Nach dieser guten Tat erhellte sich die Stimmung
und die Suche nach Gesprächsthemen fing an - aber worüber? Der Papst ist
krank und die Bush Politik zeigt Erfolge. Keine Angriffsflächen. Kein
Problem. Wir haben doch unsere eigenen VIPs:
Wer kennt den Unterschied zwischen der SPD und
dem Orgasmus? Bei der SPD muss man länger stöhnen!
Eine Studie hat gezeigt, dass die Armen mehr Sex haben als die Reichen.
Da muss man sich bei Schröder bedanken! Und was macht die Merkel? Ach
die „Sofia Loren für Arme“ muss doch bei der Umsetzung ihrer Politik
fast immer zwangsbeglückt werden! Ich glaube die CSU wird sie trotzdem
zur Kanzlerkandidatin vorschlagen. Das geht nicht. Bevor sie das tut
übernimmt McDonalds das Hofbräuhaus!
Ich habe gehört, dass der Innenminister künftig die Beamten nach
Leistung bezahlen will. Ja will er sie den in den Armut treiben?
Kaum hatten wir uns stimmungsmäßig etwas gefangen standen wir schon vor
dem „Haarschlotzer“ in Reichenbach. Voll war es. Überwiegend mit Frauen
mit überschrittenem Verfallsdatum! So ist es anscheinend immer am
schmutzigen Donnerstag. Zum Trinken gibt es genug, aber Essen servieren
wir erst ab 18.00 Uhr, verkündet der Wirt. Was soll’s. Hier gibt’s
wenigstens was zum trinken. Also, fängt einer an: Mir hat neulich das
Finanzamt erklärt, dass in meinem Keller ein Schnapsbrenngerät gibt und
ich dafür Steuer zahlen muss. Ja aber das Gerät ist alt und nicht im
Betrieb. Schon, sagt der Finanzbeamte, aber das Gerät ist da. Also, wenn
das so ist, dann beantrage ich Kindergeld für zwölf Kinder. Sie haben
doch keine Kinder. Das schon, aber das Gerät ist da!!
Bevor wir den „Haarschlotzer“ verlassen verkündet ein Muskeltier: Ich
bin sicher, dass Deutschland die nächste Fußballweltmeisterschaft
gewinnt. Das glaube ich auch, sagt ein anderes. Unsere Schiedsrichter
machen das schon!! |
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