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"Gekocht hab ich nix - aber guck,
wie ich dalieg!" Das ist das Risiko, dass Muskeltiere nach ihren
ausgiebigen Wanderungen von ihren Angetrauten so empfangen werden, wenn
sie heimkehren. Deshalb essen sie in der Regel vorsichtshalber auswärtig
etwas. So auch diesmal. Auch wenn's einen Umweg kostet, weil die
vorgesehene Lokalität geschlossen ist. So kamen wir ins vertraute
Roßwälden in den Ochsen. Aber wir mußten ins Nebenzimmer
ausweichen, denn Hochzeiter hatten unsere übliche Tagungsstätte belegt.
Der stark erkältete Wirt hat uns auch dort gut mit Essen und Trinken
versorgt. Leider war das "Beamtenschnitzel" (nur gegen Ausweis)
ausgegangen und eine "Fuhre Mist" (Rostbraten, Maultaschen, Kraut,
Bubenspitzle etc. etc.) wollten wir heute auch nicht checken, sondern
griffen dann nach dem bewährten Schnitzel, bzw. zum Jägertoast. Das
Essen war also gut, aber die Nachrichten, die wir zur Kenntnis nehmen mußten, äußerst betrüblich. Unser guter Freund C. hat seinen
Führerschein verloren - wegen erheblicher Promille. Zu all dem Unglück
hat er noch Glück gehabt! Heute war er nicht da, aber er kommt noch des
öfteren, jetzt zu Fuß. Uns würde sonst was fehlen.
Die Wanderung um die Bürgerseen war
ohne besondere Vorkommnisse, von einigen Enten, Bleßhühnern, einem
rätselhaften "Wellenmacher" und ein paar Sportflugzeugen auf der
Hahnweide abgesehen. Dafür hätte es umso mehr Gesprächsstoff gegeben.
Aber so recht wollte die Diskussion nicht aufkommen. Alles war so wenig
erfreulich, wie z.B. der schwarze Dienstag der US-Präsidenten-Wahlen
oder Eichels neueste Sparmaßnahmen. Jetzt versilbert er mit den
Forderungen an die Post und an die Bahn schon Sachen, die er noch gar
nicht hat! Einfallsreich ist er schon, aber der Schritt zum Kriminellen
ist nur noch klein. Da soll er doch, wenn er schon dabei ist, außer dem
Tag der Einheit lieber noch ein paar weitere Feiertage abschaffen. Von
denen haben die Muskeltiere eh nichts mehr, da sind nur die Straßen
verstopft.
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