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Wenn alle so wären, wie die Muskeltiere sein sollten,
dann wäre die Welt in Ordnung. Leider - so stellten die Muskeltiere fest
- ist es halt nicht so. Der Eichel verscherbelt das letzte
"Tafelsilber", das der Bund noch hat, nur um den Bundeshalt zu retten
und um nicht an den Pranger gestellt zu werden. Die letzten Silberlinge
der Muskeltiere bekommt er aber nicht, haben wir festgestellt! Die
brauchen wir um unsere Exkursionen ( und Mahlzeiten) zu finanzieren.
Aber gespart wird auch bei den Muskeltieren. Diesmal fanden wir eine
preisgünstige Wirtschaft in
Hengen, wo wir
nach Ende der Wanderung einkehrten. Wenn nur die Wirtsfrau etwas
hübscher und freundlicher gewesen wäre!
Das gute und günstige Essen hatten wir redlich verdient!
Der Reihe nach: Eine 14 Kilometer Tour von
Seeburg zur
Burgruine
Hohenwittlingen
(688 Meter) war geplant, aber da wir beim Abstieg von der Burgruine aus
offensichtlich eine Abzweigung übersehen haben, landeten wir unversehens
irgendwo im Tal an der Bundesstrasse. Kein Geh- oder Wanderweg in Sicht
! Und so blieb uns nichts anderes übrig, als nochmals den ganzen Anstieg
auf die Höhe anzupacken. Wäre ja kein Problem gewesen, aber der "Weg"
aufwärts war kein Weg, sondern nur ein winziger Pfad, hart am tiefen
Abgrund entlang - und eher für Gemsen als für Muskeltiere geeignet.
Otmar zitterte vor Sorge, eine Steinlawine auszulösen! Aber wir passten
auf und mobilisierten die letzten Kräfte.
Was tut man nicht alles, wenn man hungrig und durstig ist und eine gute
Wirtschaft lockt. Todesmutig kletterten wir Meter für Meter bergan, in
der Hoffnung irgendwann aus der Wildnis wieder in die Zivilisation zu
kommen. Aus 14 wurden so 18 Kilometer und aus 180 Höhenmetern
wurden 360. Und als wir beim Ausgangspunkt in Seeburg ankamen war es
schon 18.00 Uhr.
Kein Wunder, dass das Essen schmeckte! Besonders der
Waldemar mußte unterwegs leiden, denn seit ein paar Tagen ist er
Strohwitwer und es ist niemand zu Haus, der was Gescheites auf den Tisch
stellt! So hatte er Aufholbedarf. Gut, dass es Pommes und Spätzle
zum Wiener Schnitzel gab.
Unterwegs passierten wir die
Schillerhöhle - bekannt als Schauplatz von
Rulaman, dem Steinzeit - Tarzan der Schwäbischen Alb. Gut, dass wir
im 21. Jahrhundert leben und nicht mehr Bären jagen müssen, um was auf
den Tisch zu bekommen. Aber Steuern hat der Rulaman damals keine
bezahlen müssen. Da war er besser dran. Da hätte auch Eichel nichts
holen können. Und von "Tafelsilber" war damals auch keine Rede. Das
Vermögen bestand schließlich nur einem Tierknochen-Besteck und ein paar
Fellen. Mehr brauchte man auch nicht.
Ergänzende Links:
Rulamanwanderung,
Burgen und Schlösser der Schwäbischen Alb
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